Bank Sal. Oppenheim

Sal. Oppenheim Schweiz

Bei der Privatbank Sal Oppenheim handelt es sich um eine traditionsreiche Privatbank deutschen Ursprungs. Mittlerweile ist sie zur führenden Privatbank in Europa aufgestiegen. Im europäischen Raum pflegt sie etwa 30 Niederlassungen und beschäftigt 3.800 Mitarbeiter. Diese Zahlen fußen auf dem Fundament einer langen Erfolgsgeschichte, die bereits 1789 in Bonn ihren Anfang nahm.

Der zu jener Zeit siebzehnjährige Kaufmann Salomon Oppenheim Jr., gründete in Bonn ein Komissions- und Wechselhaus auf eigene Rechnung. 1798 erfolgte dann der Umzug der Filiale nach Köln. Schnell mauserte man sich dort zu einer der gefragtesten Banken vor Ort. Köln sollte lange Zeit der Hauptsitz des Unternehmens bleiben. 30 Jahre später, im Jahre 1828, verstarb Salomon Oppenheim Jr. Zunächst leitete seine Witwe Therese die Geschäfte. Später übernahmen die beiden Söhne Abraham und Simon das Unternehmen. Unter ihrer Führung beteiligte sich die Privatbank im großen Stil am Ausbau des Eisenbahnnetzes. Es ist insofern auch kein Zufall, dass Köln einer der wichtigsten Knotenpunkte im internationalen Schienenverkehr wurde. Und auch im Jahr 1839 konnte das Bankhaus auf die Entwicklung Kölns positiven Einfluss nehmen. Man wurde Anteilseigner der Feuerversicherung Colonia, was beiden Seiten entsprechend zum Vorteil gereichte. Infolgedessen entwickelte sich Köln zu einem der wichtigsten Firmensitze für verschiedenste Versicherungen. Ein Zustand, an dem sich auch heute nicht so viel geändert hat.

Anfang des neuen Jahrhunderts (1902 bis 1904) gewannen dann die Großbanken an Bedeutung. Ein Zustand, unter dem viele private Banken litten und der für einige bereits den Niedergang besiegelte. Doch auch in jener schweren Zeit trotzte das Bankhaus Sal. Oppenheim den Widrigkeiten und man vollzog sogar die Umstrukturierung von einer offenen Handelsgesellschaft zur Kommanditgesellschaft. Jedoch war dies nicht die einzige Prüfung im neuen Jahrhundert, die auf Sal Oppenheim wartete. Die große Finanzkrise Anfang der 30er-Jahre stellte die nächste Hürde dar. Aber es gelang Sal Oppenheim auch diese Krise zu überwinden.

Einen geschäftlichen Meilenstein in der jüngeren Geschichte von Sal. Oppenheim markiert das Jahr 1989. Damals verkaufte die Privatbank ihrer Anteile an der Colonia Versicherung besonders gewinnbringend. Des Weiteren vollzog man den nächsten Schritt und Sal. Oppenheim wurde zu einer Kommanditgesellschaft auf Aktien. Zur größten führenden Privatbank in ganz Europa wurde man zu Jahresbeginn 2005. Sal. Oppenheim übernahm die BHF Privatbank und mauserte sich so zum Klassenprimus in ganz Europa. 2007 erfolgte dann der Umzug des Hauptsitzes von Köln nach Luxemburg, um dem internationalisierten Geschäft gerecht zu werden und weiter zu expandieren.

Als europäische Bank, die etwas auf sich hält, darf natürlich auch nicht die eine oder andere Niederlassung in der Schweiz fehlen. Dort leitet Christian A. Camenzind als Vorsitzender die Geschäfte. Auch in der Krise konnte Christian Camenzind die Bank gut positionieren. So meldete Camenzind, Oppenheim, auch für das schwierige Jahr 2008 Gewinne.